Dachkonstruktionen Bezeichnung der Dachteile

Aus der Bauherren-Reihe "Gut zu Wissen":

Die Dachkonstruktionen

 

Bezeichnungen der Dachteile:

Die Dachtraufe ist die untere waagrechte Kante der Dachfläche. An der Dachtraufe ist die Dachrinne angebracht.
Die höchste waagrechte Kante wird Dachfirst, kurz First, genannt.
Der Ortgang, das Ort, ist die Kante an dem Dachrand der Giebelwand. Der Ortgang verbindet Dachtraufe und Dachfirst, und begrenzt den Giebel nach oben.
Kanten, an denen zwei Dachflächen zusammentreffen, sind entweder Grate, wenn sie eine Außenecke bilden, oder Kehlen, wenn sie eine Innenecke bilden.
Kleine dreieckige Dachflächen über dem Giebel nennt man Walm. Ein gewalmte Satteldach wird so zu einem Walmdach.
Der Punkt, an dem drei oder auch mehr Dachflächen aufeinander stoßen, nennt man Anfallpunkt, zum Beispiel die Spitze des Walms. Eine Unterbrechung bzw. Durchdringung des Daches nennt man Dachöffnung oder auch Dachgaube.
Mit Drempel oder Kniestock ist der Bereich des Dachgeschosses gemeint, der noch senkrechte Wände hat, also das Abstandsmaß von Oberkante Rohdecke Dachgeschoss bis zum Schnittpunkt der Verlängerung der Außenwand mit der Unterkante der Dachkonstruktion.

Dachformen
I) Flachdach:
Ist die Neigung eine Dachkonstruktion unter 20 Winkelgrad kann man von einem Flachdach sprechen.
Bei Flachdächern ist die Wetterhaut vollständig abgedichtet und nicht mit Dacheindeckungsmaterialien wie Dachziegeln oder Dachsteinen eingedeckt.
Den Regeln der Dachdecker zufolge sind Dächer mit Neigungen mit weniger als 5 Grad immer abzudichten.
Ein großes Plus der Flachdächer ist, dass sie je nach Grundriss anpassen lassen und auch als Warm- oder Kaltdach gebaut werden können.

II) Flachgeneigtes Dach und Steildach:
Ab 22 Winkelgrad Neigung

 

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